Maisach 1 „Schlammerl”, heute „Rapp” heute: Aufkirchnerstr. 3

Grundherr: Kloster Fürstenfeld, 1/1 Hof. Der „Schlammerlhof”, Plannummer 1 Wohnhaus, Stadl mit Stall, Wagenremise, Backhaus und Hofraum. 1401 nennt eine Quelle einen „Mochinger” als Bauern. 1475 ist der Hof auf vier Leiber verliehen: dem Stefan Rottel unserem Schenken, Veronika seiner Hausfrau, Anna und Veronika beider ehelicher Kinder. Der Hof gibt jährlich auf St. Gallitag 2 Schyben (Scheiben) Salz. 1579 wird ein Ruprecht Weigl genannt. Um 1580 kommen die Schlammerl hierher. 1653 übernimmt Hans Schlamerl von Vater Wolf. 1671 steht in der Steuerbeschreibung der Hofmark Maisach: Hans Schlamerl, Bauer. Nach St. Stefan in Augsburg Leibgeding, vom Vater Wolf übernommen, baufällig, 150 fl., 4 Roß, 1 Füllen, 4 Küh, 2 junge Rinder, 2 Kälber, 2 Schaf, 3 Lämmer, 2 Ferkel, 1 Jungen. 1699 erhält Sebastian Schlammerl die Freistiftsgerechtigkeit verliehen unter der Auflage, dass „so lange er oder ein Schlammerlischer Mannsstamm sich auf diesem Gut befindet, von 1699 an jährlich dient: Korn ½, Gersten 1 und Haber 1 ½ Sack, kasten- und schrannenmäßig. Wiesgilt 5 fl., Stiftgilt 3 Pfund Pfennig. Soll aber der Hof in andere als eines Schlammerl Hände übergehen, so muß der Betr. zahlen wie jeder andere Hof dem Verhältnis nach, so dieses Orts pro memoria einverleibt wird.” 1715 übernimmt Jacob Schlamerl den Hof. 1844 übergibt Mathias Schlamerl den Hof an Jakob und Maria Schlammerl. Der Witwer heiratet 1859 Crescentia. 1872 wird der Hof für 20.000 fl. an Gabriel Weißenbeck und Vitus Sedlmair verkauft, das Anwesen wird zertrümmert. Jacob und Crescentia Schlammerl zogen nach Dachau, wo sie für 3.500 fl. ein Anwesen erworben haben. Das Restgut wird für 2.000 fl. an Johann und Ursula Schlammerl von Maisach 64 verkauft. Die Grundstücke von Maisach 64 hierher transferiert. 1876 um 25.000 Mark übergeben an Sohn Johann Georg Schlammerl, er heiratet Crescentia Huber von Maisach 77. 1887 gehen die Schlammerl im Tausch gegen das Anwesen des Simon Weil nach Dürabuch 3. 1887 kommt Jakob und Katharina Bartl von Maisach 68 im Tausch mit Simon Weil auf Maisach 1. Bartl kommen 1906 auf Maisach 89. 1906 wird der Hof für 26.500 Mark, darunter 6.500 M. für Inventar, an Christian Rapp von Oberweikertshofen verkauft. Rapp Christian, * 04.06.1871 Irchenbrunn, ?? 09.04.1935 oo 03.02.1896 in Maisach Geschwandter Helene, Gütlertochter, * 24.08.1871 Waltenhofen, ?? 22.08.1949 Kinder: Franciska * 06.07.1896 oo 1920 Hofmann, Maisach Maria * 01.08.1897 erwirbt Maisach 2 Helene * 16.12.1899 oo 1928 Rieger, Pasing Theres * 02.03.1904 Christian * 10.08.1905 Hoferbe Joseph * 14.05.1907 Anna * 03.07.1909 oo 1934 Hutzelmann, Geltendorf Die Witwe Helene Rapp übergibt 1936 an Christian Rapp. Rapp Christian, *05.08.1905 Waltenhofen, ?? 06.06.1979 oo 01.02.1936 in Hl. Geist, München Schwegler Anna, Bauerntochter von Freienried, * 03.02.1911, ?? 02.10.1978 Neubau des Wohnhauses 1982. 1985 brannte der Stall und Stadl ab, die Gebäude wurden nicht wieder aufgebaut. 1986 wurde eine landwirtschaftlichen Halle errichtet, Aufgabe der Landwirtschaft 1993.