Maisach 4 „Lukas”, auch: „Haarlucker”, „Höllenwastl”, heute Bahnhofstraße 4

Grundherr: Kloster Indersdorf, 1/8 Gütl

Plannummer 9
Wohnhaus mit Stadl und Stall, dann Hofraum, später Wohnhaus, Stall, Stadl, Schlachthaus, Eiskeller, Holzlege und Hofraum. Grundbeschreibung (1941): Wohnhaus mit Laden, Schlachthaus, Holzlege und Hofraum, Garten.

1650 verkauft Hans Past sein freistiftig innegehabtes Söldengütl an den Bader Hans Fiegenschuh um 150 fl.
1807 verkauft Joseph Dexl an Vitus Trinkl, welcher 1808 an Sebastian Trinkl verkauft.
1855 verkaufen Nikolaus und Magdalena Hörmann für 1.525 fl. das Anwesen an Johann und Crescentia Huber von Emmering. Johann Huber stammt von Maisach 21, Crescentia von Maisach 63.
1886 für 4.000 M verkauft an den Bauern Xaver Hartl in Waltershofen. Das Anwesen wird zertrümmert.

Der Restbesitz wird von der Witwe Marianna Hartl 1887 für 1.000 Mark und 1.375 Mark Anschlag der Naturalleistungen von Johann und Kreszenz Huber erworben.

1893 wird das Anwesen für 1.700 Mark verkauft an die Metzgerwitwe Maria Gröbl von Oberalting. 1883 hatten die Gröbels die Bahnhofsrestauration als Pächter übernommen. Die Witwe Gröbl gründete „mit Energie” eine Metzgerei.
1918 übergibt Witwe Gröbl an Tochter Maria.

Amann Joseph, *18.09.1874 Langenerling, †24.05.1918 Reservelazarett Implerschule München
oo 30.06.1903 Gröbl Maria, *17.04.1878 Diesen
Kinder:
Helena Maria *11.09.1906 oo 1932
Sedlmayr Maisach
Joseph Arno *20.02.1911 Hoferbe
1942 Übergabe des Anwesens an Sohn Josef.

Amann Joseph, *20.02.1911 oo 04.10.1938 Höchtl Maria, Zimmermannstochter, *24.08.1914 München

Bis 1930 wurde die Landwirtschaft von Amann betrieben. Das Metzgereigeschäft besteht noch heute.