Maisach 75 „Angerbauer” heute Bahnhofstraße 11

Grundherr: Stift St. Ulrich und Afra Augsburg 1/1 Hof

Der „ganze Angerbauernhof”, Plannummer 193
Wohnhaus mit Stall und Stadl, Wagenremise, Backhaus, Holzhütte, Streuhütte und Hofraum,
Plannummer 194Grasgarten und Wurzgarten
Plannummer 177 Grasgarten, der „Wilhelmgarten”

Um 1635 Hans und Anna Gaulrapp.
1663 heiraten Hans Gaulrapp und Apollonia Neumayr von Malching.
Er übernimmt von Vater Hans den Hof, welcher 1632 Brandstätte war.
Der Witwer heiratet 1673 Maria Khienigen von Eisolzried.

Um 1717 heiraten Georg Bauhofer und Maria Seidl.
1753 übergibt Georg Bauhofer seinem Sohn Joseph um 1.100 fl. den Hof, dieser heiratet Anna Näsl von Maisach.
Der Witwer heiratet um 1763 Magdalena Humpl von Felden.
1790 stirbt Joseph Bauhofer, die Witwe wirtschaftet allein weiter.

1794 übergibt sie um 1.500 fl an Joseph Bauhofer.
Er heiratet Anna Huber von Diepoltshofen.
1800 erwirbt den Hof der Bauernsohn Michael Mayer von Wenigmünchen um 2.800 fl. Mayer heiratet Ursula Niederpacher von Lauterbach.
1830 kam Johann Baptist Schlammerl von Maisach 1 in den Besitz des Hofes. Er heiratet Maria Anna Nefzger von Mammendorf.
Die Witwe heiratet 1840 Andreas Fichtl von Geltendorf.

1861 übernehmen Nikolaus Schlammerl und Kreszentia Bair von Andreas und Marianna Fichtl um 14.000 fl. den Hof.
1865 wird der Hof für 18.400 fl. verkauft an Walburga Off, es folgen Grundstücksverkäufe. Schlammerl ziehen nach Hörbach.
Off verkauft 1867 für 20.400 fl. an den Privatier Heinrich Geibel aus München.
Geibel verkauft 1868 um 33.000 fl. an den Privatier Ludwig Petuell in München. Dieser verkauft weitere Grundstücke.

1868 tauschen Wolfgang und Ursula Limbrunner für 23.000 fl. gegen ihre Anwesen Nr. 1, 3 und 15 in Milbertshofen. Diese verkaufen für 15.000 fl. an den Kaufmann Mannes Sonnenstein aus München, dieser zertrümmert den Hof.

Die Restflächen (Plannummer 193, 194, 195, 197 ½) verkauft er für 2.164 fl. 48 kr. an Xaver Stumbaum und Theresia Günther, diese transferien die Grundstücke von Maisach 70.
Stumbaum Xaver, *05.12.1832 †27.04.1916
oo 27.08.1861 Günther Theres von Mammendorf, *19.10.1835 †07.01.1918
Kinder:
Maria *02.07.1862 oo 1885 nach Grunertshofen
Joh. Baptist *02.02.1864 Hoferbe
Xaver *17.01.1866
Gregor *16.11.1867 †02.12.1867
Vitus *15.05.1869 oo nach St. Quirin
Katharina *01.02.1871 oo 1909 nach Mammendorf
Theres *16.09.1872 oo in Maisach
Crescenz *25.04.1874 oo Bauer, München
Jakob *18.07.1875 oo nach Kipfenberg
Josepha *19.03.1877 †11.01.1877
Matthäus *03.09.1878 oo 1903 nach Tegernsee

1897 übernehmen Johann Stumbaum und Franziska Führer für 10.000 Mark von Xaver und Theres Stumbaum.
Stumbaum Johann, *02.02.1864 †23.01.1931
I. oo 06.07.1897 Führer Franziska, *08.02.1874 †09.06.1903
Kinder:
Edigna *27.05.1900 oo 1926 Popfinger, Überacker
Franziska *15.07.1901 †17.12.1901
Vitus *04.06.1903 †04.06.1903
II. oo 01.09.1903 Ludwig Maria, Gütlerstochter von Aich, *07.04.1875 †30.05.1931
Kinder:
Joh. Baptist *22.01.1905 oo 1932 Hart, Maisach
Vitus *02.05.1906 †10.07.1906
Maria *07.01.1908 oo Hirschmann, Maisach
Theresia *27.03.1909 †20.04.1909
Peter *26.05.1910 oo 1938 Lanzinger, München
Theresia *11.08.1911 †03.02.1936
Xaver *14.12.1912 oo 1948 Posch, Olching
Joseph *02.03.1917 oo 1950 Löhr, Feldkirchen

1763 hält der Gerichtsdiener Antoni Keller von Bruck Feuerbeschau und Visitation. In der Küche befand sich viel dürres Reisig und Poazen sehr zerstreut durcheinander. Der Herd ist klein, die Funken können leicht in das Holz spritzen. Es ist unmittelbare Feuergefahr vorhanden. Sie wurde schon öfter verwarnt, es hilft aber nicht bei ihr. Mit unbedecktem Licht geht sie zur Nachtzeit öfter in den Stadl und die Stallungen. Erst unlängst hat sie in der Küche die Nudel in der Pfannen verbrannt, da sie beim Herde eingeschlafen und zum Glück von dem Madel ihres Nachbarn, welche den russigen Dunst erblickte, erweckt wurde. Solche Speisen hat die Angerbäurin ihren Dienstboten sehr oft aufgesetzt. .....

Die Landwirdschaft wurde bis 1973 betrieben.